Diabetes mellitus Typ 2

Was ist Diabetes mellitus Typ 2?

Diabetes mellitus Typ 2 gehört zu der Gruppe der Stoffwechselerkrankungen.

Sobald wir eine Mahlzeit zu uns nehmen, beginnt der Körper mit der Verdauung. Viele verschiedene Enzyme wirken auf die Nahrung und spalten sie in ganz kleine Teile. Essen wir zum Beispiel eine Scheibe Brot, werden die darin enthaltenen Kohlenhydrate so lange gespalten, bis am Ende nur noch Glucose übrig bleibt.

Diese Glucose wird dann über die Darmwand in das Blut abgegeben. Da Glucose ein Einfachzucker ist, spricht man nun auch von Blutzucker. Glucose ist ein sehr wichtiger Energielieferant und manche Organe, wie z.B. das Gehirn, sind von der Glucose abhängig. Daher transportiert das Blut den Zucker zu den Körperzellen. Damit die Glucose nun in die Zellen gelangt wird Insulin, welches die Bauchspeicheldrüse produziert, benötigt. Stell dir vor, dass jede Zelle eine Tür hat und das Insulin der Schlüssel ist, welcher die Tür aufmacht und den Zucker in die Zelle lässt.

Bei einem Typ 2 Diabetiker hat sich jedoch das Schlüsselloch so verändert, dass der Schlüssel, also das Insulin nicht mehr passt. Die Tür der Zelle verschlossen bleibt. Man nennt dies Insulinresistenz. Dadurch kann der Zucker nicht in die Zelle und verbleibt im Blut. Nun steigen trotz eines erhöhten Insulinspiegels die Blutzuckerwerte. Durch die erhöhten Werte muss die Bauchspeicheldrüse immer mehr Insulin produzieren, um den Blutzuckerspiegel im Gleichgewicht zu halten. Auf lange Sicht ermüdet die Bauchspeicheldrüse und es kann zu einer Abnahme der Insulinproduktion kommen.

Ursachen

Etwa 80-90% der Typ-2-Diabetiker haben Übergewicht. Wenn sie Ihr Gewicht senken, in dem sie sich gesund ernähren und regelmäßig bewegen, kann das Insulin wieder besser wirken. Auf diese Weise ist eine Normalisierung des Blutzuckerspiegels möglich – auch ohne Medikamente. Weitere Risikofaktoren, welche die Entstehung eines Diabetes begünstigen sind das Auftreten der Zuckerkrankheit bei Familienangehörigen, Bewegungsmangel, Rauchen, Bluthochdruck und Störungen im Fettstoffwechsel.

Folgen

Da erhöhte Blutzuckerwerte erstmal überhaupt keine Beschwerden machen, wird der Typ-2-Diabetes häufig erst spät erkannt. Meist bei einer Routineuntersuchung.

Doch gerade dies ist das Tückische an der Krankheit. Man hat gar keine Schmerzen und fühlt sich wohl, doch auf lange Sicht kann der erhöhte Blutzucker Schäden an Blutgefäßen, Nerven, Augen und Nieren verursachen. Mit Hilfe einer ausgewogenen Ernährung, einer Gewichtsreduktion und ausreichend Bewegung kannst du viel für deine Blutzuckerwerte tun. Und so mögliche Spätfolgen vermeiden bzw. ganz lang hinauszögern.

Hier auf meinem Blog findest du viele Rezepte, die auch bei Diabetes geeignet sind. Zum Beispiel dieser Nachtisch.

Viele Informationen zum Thema Diabetes findet auch auf der Seite der Deutschen Diabetes Gesellschaft.

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